Zeit-Los

Unentwegt Reisen, Leben!?


Dunkelheit

Zurück, hab alles bei mir, es geht nach Eisenach, ein Telefonat gestern, die Unruhen, es fing langsam an, wurde stärker, zu stark. Ein kurzer Abschied, eher still, der Doktor ist informiert, er wartet bereits. Unsichtbare Regimenter, Energie, hab es nicht mehr geschafft in Paris anzukommen, will nichts erfahren, das Wissen ist stark genug. Meine Gedanken, Wurzeln, das ganze Geäst, alt genug, die Auseinandersetzung, echt. Versuche zu konzentrieren, zu zielen, in mir sind Grenzen, ich fühle den Kompass, hab die Nadel gefunden. Ich weiß noch nicht wann ich ankomme, das Rasten fällt schwer, er fehlt mir, Frau Richter, Gabriela, ein knapper Text, die Gedanken, das Pendel…


Auf dem Rücksitz Charlotte die Dritte und Peterle, ein Korb, sie schlafen. Etwas Musik, sie hilft mir, lässt etwas Raum, die Gerade, 2 Punkte, es musste sein, ich will in seine Nähe, ob es Liebe ist? Wenig Verkehr, das Steuer, nur gemietet der Wagen, keine Beziehung, nur Nutzen, eine Unabhängigkeit, den Rest lass ich besorgen, völlig losgelöst, bedrückend? Kann es nicht beschreiben, brauche Kontakt, es passiert, werde erwartet, das gibt mir Kraft.


Jena

Erinnerungen hatte er, historisch der Platz, die alten Gemäuer, Geist, wir fanden ausreichend Platz, unterhielten uns über Geschichte, er musste reden, sagte einiges was mir nicht mehr aus dem Kopf geht seit dem. Die grundlegenden Punkte, das stetige Erwägen, es macht hell, nur in der Nacht ist es mir möglich. Genug an Ablenkungen, viel Glanz, es blendet mich wenn ich am Tag Versuche starte. Leben, er fragte mich, was ist das Gegenteil von Leben? Natürlich kommt einem sofort die Radikalität des Todes in den Sinn, aber dieser Gedanke liegt schräg, ist zu plausibel, zu kurz vor allem. Wir kamen zu dem Standpunkt, und dieser ist noch viel bedrückender zunächst, das Gegenteil von Leben ist eben nicht der Tod, es ist das Sterben. Ängste und eine gnadenlose Enge, wir lagen wohl richtig, wann fängt das an? Mit jedem ausgesprochenem Gedanken wurde uns wärmer ums Herz, die Förmlichkeiten, in denen der Tod als Erlösung vom schweren Leben vermarktet wurde, sind wohl vorüber, wenn ich sie überhaupt, auf mich bezogen, in Anspruch nehmen musste. Zeit zu vergleichen, relativ, mit der inneren Uhr gemessen, ist wohl das naivste was einem einfallen kann. Es macht alles abstrakt, die Etappen sind gegeben, ein Wettkampf? Gegen wem? Nie käme mir in den Sinn mich selbst heraus zu fordern, aber was beeinflusst mich? Die Formen der Manipulation, wir haben ja schon etwas verfasst, welche Abhängigkeiten torpedieren den Menschen und greifen an? Wie ist es mir gelungen meine Basis zu lokalisieren, zu stabilisieren? Agieren, in freier Entfaltung, welche Tür steht mir unverschlossen gegenüber? Der Schlüssel zum Glück? Natürliche Abhängigkeiten, gelenkt, im Schutze der Gegebenheit. Wer hielt mir all das Leid vom Hals, welches mich jetzt so beschäftigt? Formen, die Möglichkeiten, kommentieren, ist das alles die Freiheit die ich nie vermisst habe? Alles in Bewegung, unsortiert, die ständige Aura des Organismus als Ganzes, Verantwortung? Wo ich gerade so reise, meine geliebten Vierbeiner hinter mir, wie lange war ich weg? Fatal wie schnell ich Gewissensbisse spüre, ist das Normalität? Versteckspiel, etwas Schutz in einer Zone, Abgelegenheit, es gibt nichts Ganzes, nur Ausschnitte, welche Rolle spiele ich?

Mein elektronisches Leitsystem erklärt mir, das ich noch 4 Stunden fahre, bin kurz hinter Metz, bei Braunschwaig werde ich die Grenze überwinden, alles ist so nah, „Luxus“…


paris eisenach reise durch die nacht


Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen.

Marylin Monroe

für Maria


PS: Ich melde mich wenn ich angekommen bin…


Epilog

Buchstaben, 4 Stück an der Zahl – Jena. Bedeutung haben diese Zeichen, stark, es muss doch eine Regel geben, ein Wort, alles, man muss es verstehen!

#Geschichte