Altjahrstag

Es naht das neue Jahr!

Die Jahreswende steht kurz bevor meine Lieben!

In Eisenach, wunderbare Tage, wir haben neue Schwestern begrüßt, der Orden wächst, die okkultischen Verflechtungen sind geradezu spürbar, wenigstens berichtet der Doktor von vielen Zeichen… Er freut sich, es lässt Hoffnung zu, das neue Jahr, Zwanzig-Neunzehn, ich muss es so benennen, alles andere raubt mir die Romantik.

Frau Richter ist die Schirmherrin morgen, Ihr kennt sie eher als Cecilia.

Heute, jetzt?

Nun ja, erstmal die wichtigen organisatorischen Signifikanzen, damit wir morgen auch ein breit spürbares Energiefeld erbauen.

Dies sind die vergebenen Hexen-Namen und die Orte (Hauptstädte des jeweiligen Distriktes) der neuen Obergehilfinnen. Sie war so anders, Eisenach tut gut, die Burg, das weite Feld…

  1. Devina – Erfurt
  2. Lupinia – Potsdam
  3. Fenja – Rostock
  4. Furina – Leipzig
  5. Gardena – Wismar
  6. Lara – Dresden
  7. Manda – München
  8. Terra – Jena

ABRAKADABRA

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Das alte Jahr, es endet, das Kalendarium gibt vor, ein letzter Tag morgen, der bedacht und besinnlich erlebt werden möchte. In allen Distrikten, wir sind beisammen, ohne Grenze, gegen 22 Uhr beginnen wir mit der Kontaktaufnahme. Die Rituale bis Mitternacht, das Festmahl, es ist bekannt, genau um Null Uhr die Hymne, das Volk wird böse Geister vertreiben, wir bleiben angespannt, ein weites Feld, Horizonte?

Vielleicht!

Altar

Ein Spiegel, 5 Kerzen, eine getrocknete Rose, unser Zeichen auf dem Boden, geschlossen der Raum. Das schwere Glas, dunkelster Rotwein, nichts wird uns stören…

Wir sollen Ihnen einen lieben Gruß ausrichten! Er freut sich auf das Wiedersehen…


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– Im Statut – Der Altjahrstag –

Ich erinnere mich Maria, wann war das? Diese roten Lämpchen, auf einmal waren sie weg, der Zug abgefahren. Was hat Sie denn am Abschied gestört? Nichts, Herr Doktor, mit jedem Kilometer, mit jeder Stunde, endlich Fremde, das Weite, die befreiende Ungewissheit.

Da vorn muss es sein, Frau Zarovsky möchte endlich Frau X. finden, sie irrt umher, erkennt kaum noch, das alte Jahr, die neue Zeit, alles so unwirklich, vermischt es sich?

Herr Doktor, was hat das alles mit dem Teufel zu tun?

Da kommt sie, schnell, unter den Baum, in den Schatten…

Etwas verschwommen, ohne Struktur, eine Dame tritt aus einer Nebelwand, nur die Silhouette, der Doktor und Maria beobachteten, sie wussten ja wer sie ist. Glaube!

Bald ist der 1. Januar, Sie wissen, der Ring, das Datum, welches Jahr? Neujahr.

Wie war es früher, erzählen Sie, bitte!

Frau Zarovsky kam in unsere Richtung, an einer Litfaßsäule, wir standen unweit der Laterne, Blicke, fragend, kein Wort…

Ihre Reaktion auf die Worte des Doktors [„Ich kenne Sie“], sie war bezeichnend.

Wem suchen Sie? Guten Abend – Frau Zarovsky!


„Maria?“

„Ja!“

…sie fragte mich, erkannte gleich, der Doktor wirkte zufrieden.

Wollen wir nach Oben gehen Frau Zarovsky?

Das kleine Tor stand immer noch offen, es repariert niemand mehr, der Laden vermoost, wie lange war Frau Zarovsky unterwegs? Eine alte Zeitung lag vergilbt auf dem Schaufensterbrett, sie erinnerte sich… Schauen Sie nicht (nur) zurück Frau Zarovsky!

Wer hat mir das Leben geschenkt?

Mit dem rechten Fuß schob der Doktor, die sich nur noch an einem Scharnier klammernde Tür auf. Dunkelheit, das schmale Treppenhaus, kalter Atem, Frau Zarovsky war außer sich, rang um Luft, blickte schreiend die Treppe hinauf. Lassen Sie mich voran gehen Frau Zarovsky, folgen Sie mir, wir müssen vorsichtig sein, das Haus ist „unstabil“.  Sie wissen wie ich das meine, Maria, bitte helfen Sie ihr, noch eine Etage, dann sind wir angekommen.

Fenster, ohne Glas, altes Holz, der Putz, irgendwann waren wir oben…  Ob jemand da ist?

Still! Lauschen Sie bitte…

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Moment, es hat geklopft! Wer ist das, um diese Zeit?

Guten Abend! Sie wünschen?


Die täglichen Wege, sie fallen immer weniger auf, aber es sind die wichtigsten!

Till Mirabeau 2013

für Maria

PS: Ich melde mich morgen Abend! Passt gut auf Euch auf, Ihr Lieben!

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Der Orden – Anneliese ist wirklich erfreut!
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Unbekannt… Danke!

Er schläft! Gute Nacht…