Puls

Imperum Femini Domus.

 

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Wilde Baude

Unser Treffen, tief verschneit alles, eine lange Wanderung gestern, Ausblicke, dieses Geräusch beim Gehen, tiefer Wald. Am Abend klopfte es, Magdalena öffnete, der Meister höchstpersönlich! Wir sind an verborgenem Ort, hoch oben, keine Gefahr, normaler Winter, viel Schnee natürlich, der Kamin heizt hervorragend. Auf dem Sims sitzen Peterle und Charlotte die Dritte, wenn sie nicht am Fenster verweilen und in die Weite schauen. Der kleine runde Tisch, 3 Stühle, Stille, es passiert so viel, der Ort ist uns heilig, Geborgenheit, dieser Abstand den es braucht, wunderbar.

Einen kurzen Überblick, die Woche war wohl erlebnisreich, ein etwas ruppiger Freitag, aber sonst, er schwärmt von Ihnen! Davina, ein schöner Name, wann darf ich Sie kennen lernen? Dieses Unbekannte, welches alles möglich macht, eine Aufregung, Abenteuer, Lust, es hat so etwas tief erotisches, selbst Angst habe ich ganz neu verstanden. Ja, ohne sie, es wäre grausam, was ist eigentlich das Gegenteil von Angst? Erinnern Sie sich? Es ist nicht unser Thema gerade, wir sind wieder zu zweit, Magdalena sortiert, wir haben gelesen letzte Nacht, Fragen erarbeitet, formuliert, es ging um Macht, es war unser Wunsch, ein schöner Mond heute!

Wahn & Sinn

wahn 1957 Doktor Morten Bibelstudien Fragen Reize
Was fehlt?

Wie immer, nur ein kurzer Exkurs, der Doktor wollte sich nicht ausschließlich darauf beschränken, etwas Kunst braucht es auch. Was würde wohl die Kirchtürme schmücken, wenn man „ihn“ aufgehangen hätte?

Ja, Ihr Lieben, es war das erste was er sprach, am kleinen runden Tisch, fast zu viel der wenigen Worte, es erklärte aber den Umstand genau. Unser Kreuz, wie wir es verstehen, im Gleichgewicht, die Ehre dem Gekreuzigten, dafür das Leere, er lebt, bis heute, warum also diese Aufregung? Gewalt, Urverstand, die Lust, wenig Geist, auf den Marktplätzen die Feuerstellen, wer tut so etwas? Gemälde, Stiche, Radierungen, eine Kunst, Pornografie ist nichts dagegen. Fantasie, der Fortschritt, das Quälen, erinnern Sie sich? Wo ist der Richter? Wer klagt an? Wir sind auf gutem Weg! Was man für Zeichen erfindet, die Interpretationen willkürlich, zwangsläufig, das Kriminalisieren passt dem immunen Haufen, die Lunte? Natürlich, andere Zeiten, warum wir uns heute damit beschäftigen, im Paradies? (ein schmerzlicher Satz) Ich lass ihn dennoch stehen.

Es fängt gerade an zu schneien!

Dr. Morten´s Brennnessel-Balsam für das junge Fräulein und die Gnädigste.

Gleich gibt es den Punsch… Magdalena sieht glänzend aus, Zofe und Herrin, wie es passt Ihr Lieben! Er genießt jeden Kontakt… Zum Wohl!

Beschreibung

Die besagten Bilder, sägende Männer, Kapuzen, festgebunden das Weib, eine Lust, der Wahnsinn, das Gebotene, die Unvernunft, Namen hatten die auch! Letzte Blicke, das Volk eilt herbei, bald wird gezündelt, der Martin, ja, der Martin. Stundenlang haben wir in Eisenach geforscht, tagelang, die vielen Wege, die Kneipen, Absteigen, das Elend, er war ein „feiner“ Mann, Werkzeug, Schwätzer, Verführer.

Gutes, Schlechtes, es muss gestunken haben, aber schreiben konnte er, ein echter Lebemann war er wohl nicht, die pure Macht, gepaart mit dem Zwang, auch Hass. Zunächst sich selbst, dann traf er andere, suchte, Schuldige, eine Tortur, er hinterließ Spuren.

Wer gibt so einem Macht, der fehlende Verstand, das Rauhe, wir trauen uns nicht zu vergleichen, eine goldene Zeit!

Raum

Natur, Physik und etwas Psychologie, das Verhältnis, es ändert sich ständig, wenn Sie das wollen! Jede Information, jede Nachricht, alles, das Unterbewusstsein merkt sich vieles! Lassen Sie alles weg, was nicht gut tut oder gut ist! Auch ist beim Zündeln mit Kerzen äußerste Vorsicht angesagt, geben Sie acht, Sicherheit, es lohnt sich!

Alles so weiß hier, Winter!

Das Denkmal

Tief in der Unterwelt unserer Gründungsstadt, ein langer Kellergang, Gewölbe, alte Ziegel. Der Gründungsort, der Tempel über uns, unsere Welt! Warum zweifelt eine, oder einer, schlau genug es zu verstehen, man kann es nicht spielen. Immer dann, wenn der Tag gekommen ist, das große Ritual, die „Mitlesenden“, oft ungelenk, schon im Denken, schnell eine Ampel, diktieren Sie, das brauchen die! Sie wissen, der tote Briefkasten, das große Netz, hier ist alles möglich!

Gutes, aber mit Verstand!

Demokratie, wir hatten schon das Thema, nicht dass man Wählen darf, um Gottes willen, seit nunmehr 100 Jahren sogar wir, nein, Demokratie ist der Umstand, dass alles Wählbare auch seinen Platz findet. Und? Demokratie oder Diktatur Ihr Lieben!?

An der Hexenwand, Stille, unser Altar, die Gründerinnen, das Ziegelwerk und der schwere Marmor, alles, ein Wert, wir lieben es…

Keine Würfel!
Die Hexenwand in Dresden
„Erzählen Sie bitte“

SUB-Version

Magdalena Z. und Davina, ein wenig hab ich ja auch gelernt, vom Doktor (Schmunzeln), ach so, ich hatte übrigens Geburtstag, bin nun 53 Jahre jung, wie komme ich Ihnen vor? Natürlich sind die Hexen etwas jünger, die meisten, es passt so gut, die Devoteste bin ich nicht, die Polung stimmt, Welten, Plus und Minus, alles finden Sie, wenn Sie das wollen… Maria ist mein Hexenname nicht! Vergesst das nicht, Ihr Lieben!

Der Austritt war richtig sagt der Meister, nur Vorteile hat dies allerdings auch nicht…

Er zeigte uns das Versteck, natürlich nur auf der Karte, ein wasserfester Beutel, in einem Spalt, wir sollen eigentlich schauen, irgendwann. Gemeldet hat sich auf direktem Wege keiner, die Angst, der Missverstand, die Abhängigkeiten, ein Chor von Nussknackern, schauen Sie doch vorbei, Geheimnisse finden Sie da nicht! Das Foto hätte er gern zurück, das soll ich ausrichten… Sein Tagebuch von damals, es liegt hier, es gibt Auskunft, eine solche Strapaze, die müssen wahnsinnig sein!

Aus dem Buch, geschrieben im Jahre des Herren 1881, Rom, Formen der Kriegsführung, bald ein Kapitel, zeitlich angepasst, unvorstellbar stark, der Reiz zu groß, Sie müssen das nicht lesen, es ist mehr als nur Beschäftigung, sagt es, Ihr Lieben!

Fenster

Was soll ich nun sagen, eine Tasse, dieser Duft, der Punsch, Magdalena liegt auf dem Fell vorm Kamin, ein Kätzchen!

Magdalena, verraten Sie mir das Rezept! Bittä… Der Punsch ist köstlich…

Rezept

1 Flasche roten Glühwein, etwas Johannisbeersaft, so in etwa 70 zu 30 im Verhältnis. 5 Nelken, etwas Zimt, Abrieb einer Zitronenschale, 4 Pimentkügelchen und noch 2 Löffel Zucker. Im Topf zunächst den Johannisbeersaft und den Zucker, sowie die Gewürze zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme 10 Minuten köcheln, eventuell noch Saft nachgießen. Dann den Abrieb und den Wein dazu, nicht weggehen, immer Rühren, gern mit dem Schneebesen Madame, sobald sich etwas Schaum bildet, kurz vorm Kochen, ausschalten! Deckel drauf, 5 Minuten ziehen lassen, danach den Lieben zum Schlürfen reichen…

„Maria, wo ist die Brennnessel-Honig-Emulsion? Erzählen Sie mir von Davina!“


In die Augen, tief, Blicke. Das liebevoll gestaltete Etikett, eine feine Tinktur, Magdalena will studieren, bereit sein, ein Knistern in der kleinen Baude. Erschöpft von engen Zeitspannen, nun mag sie es etwas ausgedehnter. Zwischen Zeigefinger und Daumen, Körperwärme, liegen Sie bequem? Langsam herantasten, diese Vielfalt, was machen Schmetterlinge eigentlich im Winter? Bewegung, diese Lippen, ein feiner Geist, echtes Licht, Feuer, die Hitze, Magdalena ist hochkonzentriert, entspannt, schauen Sie bitte, der Puls nun nicht mehr normal…

Davina, ist sie es etwa?

Der Doktor verrät nicht alles…

okkulter orden hexen brief

Ihr Blick, wunderbar! (sw)